Referent*in für eine digitale Fortbildung zum Thema „Umgang mit rechtem und völkischem Gedankengut in internationalen Freiwilligendiensten – Haltung finden, Handlungsspielräume stärken“ (Outgoing)

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Der AKLHÜ e.V. ist ein Netzwerk von internationalen Fach- und Entwicklungsdiensten, (Jugend-) Freiwilligendiensten und weiteren gemeinnützigen Trägerorganisationen, die Fachkräfte und Freiwillige für verschiedene Dienstformate ins Ausland entsenden bzw. in Deutschland aufnehmen. Als Fachstelle für personelle Entwicklungszusammenarbeit unterstützt er seine Mitglieder bei der Weiterentwicklung ihrer Programme und durch die Förderung von Vernetzung und Kooperation.

Die Fachbereiche II + IV (Internationale Freiwilligendienste) suchen eine*n Referent*in für eine digitale Fortbildung zum Thema „Umgang mit rechtem und völkischem Gedankengut in internationalen Freiwilligendiensten – Haltung finden, Handlungsspielräume stärken“ (Outgoing) zwischen Oktober und Dezember 2025.


Kurzbeschreibung:

Die digitale Fortbildung richtet sich an die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen der Mitgliedsorganisationen des AKLHÜ sowie evtl. an vereinzelte Träger weiterer Dachverbände, die internationale Freiwillige (i.d.R. 18-28 Jahre) für ein meist einjähriges Freiwilliges Internationales Jahr (FIJ) auswählen, auf Seminaren vor- und nachbereiten und während des Dienstes pädagogisch begleiten. Teilnehmende bringen in der Regel viel Erfahrung in der Seminararbeit mit, einige stehen noch am Anfang.

Es sind max. 16 Teilnehmende vorgesehen.


Fortbildungsinhalte:

In Seminaren im Rahmen des FIJ kann es zu Aussagen, Symbolen oder Verhaltensweisen kommen, die rechtem, völkischem oder nationalistischem Gedankengut zuzuordnen sind. Die geplante Fortbildung unterstützt pädagogische Fachkräfte darin, solche Situationen zu erkennen, einzuordnen und professionell darauf zu reagieren – mit einer klaren Haltung, angemessenen Interventionen und Wissen um rechtliche Rahmenbedingungen.

Im Fokus steht der pädagogische Seminarrahmen, weniger das Auswahlverfahren oder spätere Konflikte im Dienst.

Es sind ca. 9–12 Zeitstunden vorgesehen, idealerweise auf 3–4 Online-Blöcke verteilt, die innerhalb eines kompakten Zeitraums stattfinden. Die genaue Terminierung erfolgt in Absprache mit der*dem Referent*in.


Teilnehmende sollen im Rahmen der Fortbildung:

  • ihre eigene Haltung im Umgang mit menschenfeindlichen, völkischen oder rechten Aussagen reflektieren – einschließlich persönlicher Unsicherheiten, Trigger und Abgrenzungen,
  • gruppendynamische Prozesse im Seminarsetting besser verstehen und einschätzen können,
  • Handlungsoptionen sowie Strategien zur Intervention und argumentativen Grenzsetzung kennenlernen und einüben (nicht im Sinne vertiefter inhaltlicher Debatten mit Einzelpersonen oder Gruppen, sondern zur klaren Positionierung und Wahrung des Seminarrahmens),
  • rechtliche Grundlagen (z. B. Meinungsfreiheit vs. Diskriminierungsschutz, Hausrecht) kennenlernen,
  • Informationen über externe Fach- und Beratungsstellen erhalten, an die sie sich bei Bedarf wenden oder Teilnehmende weiterverweisen können,
  • sich mit Kolleg*innen über Erfahrungen und offene Fragen austauschen,
  • Sicherheit und Klarheit im eigenen pädagogischen Handeln gewinnen.

Die Fortbildung kombiniert kompakte Inputs, Austauschformate, praktische Reflexion und optional kleine Transferaufgaben zwischen den Terminen. Raum für Selbstreflexion, Erfahrungsaustausch und Sicherheit im pädagogischen Handeln stehen im Fokus.


Aufgaben:

  • Konzeption der Fortbildung und Abstimmung dazu mit dem AKLHÜ
  • Durchführung der digitalen Fortbildung
  • Vor- und Nachbereitung

Erwartungen:

  • Fachkenntnisse im Bereich politische Bildung, gruppenpädagogische Prozesse, Umgang mit diskriminierenden und menschenfeindlichen Einstellungen
  • Erfahrung in der Konzeption und Leitung von digitalen Fortbildungen
  • Methodenkompetenz für interaktive Online-Formate
  • Sicherheit im Umgang mit sensiblen Themen
  • Diskriminierungskritische Haltung und Erfahrung im internationalen bzw. transkulturellen Kontext (idealerweise im Bereich FIJ)

Die Fortbildung findet in deutscher Sprache statt. Bewerben Sie sich gerne, wenn Deutsch nicht ihre erste Sprache ist.

Bitte senden Sie Ihr Angebot (inkl. kurzem Profil, Honorarvorstellung und einer groben Skizze Ihrer Methodik) bis zum 06.08.2025 an weltoffen@entwicklungsdienst.de. Für Rückfragen wenden Sie sich an Theresia Haitz (haitz@entwicklungsdienst.de).

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